Im Herbst 2001 blickte unsere Schule auf ihr 50- jähriges Bestehen zurück. Den Zeitraum von 1951 bis 1989 mit all seinen Höhen und Tiefen kann man im bereits vorliegenden Teil 1 der Schulchronik nachvollziehen.
Die vorliegende Chronik setzt die Tradition- die Entwicklung unserer Bildungseinrichtung in Wort und Bild zu dokumentieren- fort. Nach 1989 vollzog sich ein grundlegender Wandel im Wesen und in der Struktur der Fachschule "Alexander Schmorell". Über die Wende konnten Fachschulen, Berufschulen und andere Schulen nur schwer erhalten bleiben.
Die Leiter der Berufschulen aus Schwerin, Neubrandenburg und Rostock setzten sich zusammen, um Argumente für das Erhalten der Schulen zu sammeln, und diese an das neu gegründete Ministerium zu schicken. Unser damaliger Schulleiter, Herr Kröger, der von 1983 bis 2004 die Bildungseinrichtung leitete, unterstützte die Arbeit engagiert. Zum Beginn des Schuljahres 1991/1992 war- als Folge des in Kraft getretenen Schulreformgesetzes von Mecklenburg - Vorpommern- die Schulstruktur auch in unserer Stadt grundlegend verändert worden. Sämtliche Schulen bekamen einen neuen Status. Damit verbunden war auch die Notwendigkeit, die Schulen neu zu bezeichnen. Somit erhielt unsere Schule den Namen "Berufliche Schule "Alexander Schmorell" am Klinikum Südstadt und der Hansestadt Rostock". Bereits 1987 wurde unserer Schule der Name "Alexander Schmorell" verliehen. Damalige Schüler und Lehrer entschieden sich bewusst für den Medizinstudenten und Mitkämpfer der "Weißen Rose" um das Ausbildungsziel unserer Schule zu unterstreichen. Auch in dieser Gesellschaftsordnung haben die Wünsche und Ideale Alexander Schmorells nichts an ihrer Aktualität verloren. Ein Zeichen dafür ist der jährlich stattfindende "Alexander Schmorell- Tag", an dem Aktivitäten "von Schüler für Schüler" durchgeführt werden. Die Berufliche Schule "Alexander Schmorell" setzt sich aus den folgenden Schularten zusammen: der Berufschule, der Berufsfachschule, der höheren Berufsfachschule, der Fachschule und der Fachoberschule. Sie vermitteln vertiefte und erweiterte berufliche Fachkenntnisse und erweitern die allgemeine Bildung mit dem Ziel, Schüler zu einem staatlichen Berufsabschluss zu führen. Die Schule hat in der Teilzeitausbildung ihren Ausbildungsschwerpunkt in den Berufsbildern: Arzt-, Tierarzt-, Zahnarzthelfer, Zahntechniker und pharmazeutischkaufmännische Angestellte. Darüber hinaus erfolgt die Vollzeitausbildung im sozialen Bereich: Erzieher, Heilerzieher, Kinderpflege und Altenpflege, sowie die Ausbildung im therapeutischen Bereich: Physiotherapie,
Hebammen und Krankenpflege. Unsere Schule hatte schon vor der Wende ein hohes Niveau, welches auch heute noch weitergeführt wird. Absolventen finden nach ihrem Abschluss schnell einen Arbeitsplatz, sei es in den neuen oder in den alten Bundesländern. Die meisten der hier unterrichteten Lehrer haben an dieser Schule selbst eine Ausbildung genossen und erst danach ein Studium zum Pädagogen weitergeführt. Da das ein langer Weg ist, gibt es im Moment sehr wenig Berufschullehrer. Aber nicht nur Berufsschullehrer unterrichten hier sondern auch Ärzte, da diese mehr Praxisnähe haben. Die Berufliche Schule verfügte anfangs nur über ein Schulgebäude in der Schleswiger Straße 5
mit 36 Unterrichtsräumen und nutzte noch 5 Räume in der naheliegenden Grundschule Sternberger Straße 10. Doch die dortigen Unterrichtsräume reichten keinesfalls aus, und aufgrund der hohen Anzahl von Auszubildenden bestand über kurz oder lang ein erhöhter Raumbedarf. Am 17. August. 1997 wurde, dann die Sozialpädagogik ausgegliedert und kam in das Haus I der Danziger Straße 45. Das Schulgebäude wurde aber bis 1998 noch teilweise durch das Gymnasium Nord - Lütten Klein - genutzt. Ab 1998 stand, dann das Schulgebäude in der Danziger Straße vollständig der Berufsschule "Alexander Schmorell" zur Verfügung. Es wurde neue Lampen angebracht und die äußere Fassade wurde teilweise saniert. Mit Übernahme des Schulgebäudes begann auch der systematische Aufbau der erforderlichen Labore und Fachkabinette. So entstand im September 1998 im Haus III ein neues Computerkabinett, welches nicht nur für Unterrichtszwecke genutzt wird, sondern auch den Schülern am Nachmittag zur Verfügung steht. Weitere Fachräume, die entstanden, sind die neue Küche und das Chemielabor im Haus III sowie zwei Methodikräume im Haus I. Ab März 2001 hatten die Schüler der Beruflichen Schule auch die Möglichkeit ihr Essen im neu eingerichteten Schülercafe einzunehmen, wo zusätzlich von einer privaten Firma eine Kantine eröffnet wurde.